Möbellexikon


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A:

Acrylglas: ist eine andere Bezeichnung für Polymethylmethacrylat (PMMA). Dies ist ein durchsichtiger, thermoplastischer Kunststoff der aus Erdöl und Erdgas hergestellt wird und unter dem Namen Plexiglas im Handel verfügbar ist. Acrylglas ist nicht nur als durchsichtiges, farbloses Material sondern auch in anderen Farben erhältlich.

Im Vergleich zu normalem Glas ist Acrylglas leichter und nicht so zerbrechlich, jedoch zerkratzt dieses viel schneller. Die Reinigung dieses Materials ist mit einem feuchten Tuch, Wasser vermischt mit Spülmittel ein Leichtes.Nicht zu vergessen ist dass Acrylglas sich ab 70°C verformt.

Ahorn: siehe Holzart

Alcantara: ist ein Microfaserstoff, der seinen Ursprung in Japan fand. Alcantara weist eine sehr feine Gewebestruktur auf und ähnelt sehr dem Velourleder, ist jedoch wesentlich günstiger. Dieser Stoff ist nur halb so schwer wie Leder, bis zu 40° waschbar und wasserabweisend wie auch atmungsaktiv.

Alcantara ist ein Microfaserstoff der nicht brennt, nur glimmt. Allerdings ist es das Beste, Hitze von solchen Stoffen fern zu halten da schon eine Zigarettenglut unwiederbringliche Schäden verursacht.

Allergien / Allergene: sind Stoffe die beim Menschen allergische Reaktionen hervorrufen können. Im menschlichen Körper verursachen solche Stoffe übersteigerte Reaktionen des Abwehrsystems. Die bekanntesten Auslöser sind Lebensmittel, Blütenpollen, Tierhaare und Hausstaub.

Wer auf welche Stoffe allergische Reaktionen zeigt, kann nur durch einen Test bei einem Arzt festgestellt werden.

Anilinleder: ist nicht bearbeitetes Nappaleder. Bei diesem Leder sind Narbenbildungen (natürliche Porenstrukturen) deutlich erkennbar. Dieses Leder ist mit geeigneten Farbmitteln gefärbt und kann Pigmentflecken aufweisen.

Antistatische Appreturen: Materialien wie Synthesefasern werden bei der Verarbeitung elekrostatisch aufgeladen welches sich bei der Verarbeitung aber vorallem bei der Benutzung nachteilig auswirkt. Um diese Materialien elektrisch besser leitfähig zu machen bringt man durch Ausziehverfahren so genannte Antielektrostatika auf das Material an.

Durch ein solches Verfahren reduziert oder setzt man die Aufladung des Materials um vieles ab oder herunter.

Antiquität: um als antikes Möbelstück zu gelten muss dieses mindestens 100 Jahre alt sein und darf durch eine Restaurierung nicht all zu grosse Veränderungen aufweisen.

Eine Antiquität die einer bestimmten Zeitepoche zugeschrieben wird muss auch aus dieser Zeit stammen und gegebenfalls auch Dokumente vorweisen.

Applikationen: unter dieser Bezeichnung versteht man jegliche nachträglich dargebrachte Verzierungen auf Möbelstücken oder Textilien.

Audit: dies bedeutet die Überprüfung von Qualitäts- und Umweltsmanagementsystemen (wie das ISO 9000 Label).

Aufmass: zur Planung einer eingebauten Einrichtung müssen die jeweiligen Wände vermessen werden. Diese Vermessung nennt man das Aufmass.

Azofabrstoffe: diese Farbstoffe sind seit 1996 in Deutschland verboten, in manchen anderen Ländern jedoch noch zurlässig. Zu dieser Gruppe gehören auch Farbstoffe die krebseregende Armine abspalten können.

B:

Bakterizide & fungizide Ausrüstung: mit Bakteriziden und fungiziden Produkten ermöglicht man, dass Textilien die der Feuchtigkeit oder Wärme ausgesetzt sind, nicht von Bakterien oder Schimmelpilzen verfallen werden.

Jedoch sind diese Ausrüstungen gesundheitlich bedenklich und nicht lange waschbeständig.

Baumwolle: dieses Gewebe wird aus den Samenfasern des Baumwollenstrauchs geerntet und haben einige Merkmale und Eigenschafen wie z.B. Wärmehaltigkeit, weich, Wasseraufnahme, Quellvermögen, Bleich- und Färbbarkeit, widerstandsfähig gegen Laugen,... Einziger Nachteil: Baumwolle kann einlaufen.

Beizen: man färbt Holzoberflächen durch Farbstoffe (Flüssigkeit, Gase). Hiermit werden weiche Holzflächen dunkler und harte bleiben heller.

Benzol: der Einsatz von Benzol ( aromatischer Kohlenwasserstoff) in Endprodukten ist wegens Krebserzeugung verboten.

Beschichtung: ist der Oberbegriff für mehrere, aufeinander aufgetragene Schichten auf einen einzelnen Untergrund z.B. Wandanstrich.

Beschläge: sind Griffe, Klappenhalter, Scharniere, Bänder, Auszugführungen, Schlüsselschilder, Verbindungselemente, Verschlüsse oder ähnliche Teile für Möbel.

Binse: dieses Material gehört der Familie der Gräser zu, welches in den gemässigten Zonen Europas und Amerikas verbreitet ist. Für Flechtzwecke eignen sich am besten die Meer- oder Salzwasserbinse.

Binsenschnur: diese Gräser werden als Spannenflecht maschinell gedreht / geflochten und werden für Sitz- und Rückenflächen von Holzstühlen benutzt. Bei einem Holzstuhl bestimmt die dichte Umwicklung des Rahmens und ein straff gespanntes Geflecht die Qualität.

Es können Farbunterschiede entstehen welche bei diesen Gräsern naturbedingt und somit normal sind. Erhältlich ist mittlerweile auch die Papierschnur, die der Binsenschnur ähnelt.

Birke: siehe Holzart

Birnbaum: siehe Holzart

Blankleder: diese Rindslederart wird pflanzlich geferbt oder gegerbt und dessen Narbenseite wird mit Wachs bedeckt und danach poliert. Dieses Leder wird bei der Stuhl- oder Sesselbespannung (ohne Unterstützungselemente) verwendet.

Blaufäule: wird hauptsächlich durch Feuchtigkeit und Pilz auf Holz hervorgerufen. Diese "Erkrankung" des Holzes nennt sich Blaufäule da die befallenen Stellen sich bläulich färbt.

Bleichen: dies ist ein chemischer Vorgang mit dem die Holzoberflächen aufgehellt werden.

Blende: sind Elemente die man verwendet um Zwischen- oder Freiräume zu bedecken (z.B. zwischen der Wand und dem Schrank).

Blindholzgestell: siehe Gestellbau

Bonellfederkern: ist ein maschinell hergestellter Federkern, bestehend aus aneinandergereihten Taillenfedern.

Buche: siehe Holzart

Büffelleder: dieses Leder wird aus den Häuten der Wasserbüffel, welche vorwiegend in Asien, Indien und Indonesien leben, erworben.

Bugholz: bei dieser Verarbeitungstechnik wird Buchenholz zu Rundstäben verarbeitet, danach in Wasser- und Dampfbädern vorbereitet und anschliessend mit speziellem Werkzeug in die gewünschte Form gebracht.

Bürsten: spezielle Verarbeitungsmethode für Holzoberflächen bei der eine strukturierte Oberfläche, durch herausbürsten der weichen Fasern, entsteht.

C:

CEN: Abkürzung für das Europäische Komitee für Normung.

Changieren: Gebrauchslüster

Chemiefasern: werden insbesondere in der Möbelstoffherstellung verwendet und dienen für Polmaterial oder Flachgewebe. Dieses Garn aus Chemiefasern besitzt viele geschätzte Merkmale wie die hohe Licht- und Farbechtheit, die Strapazierfähigkeit und die einfache Pflege.

Chenille-Stoffe: bei diesen Stoffen handelt es sich um Chenille-Garne, welche als Ziereffekte eingesetzt werden. Dieses Flachgewebe besitzt eine weiche, samtige Oberfläche. Einziger Nachteil ist die optische Veränderung die durch den Gebrauch entstehen kann.

China-Gras: siehe Ramir

Chintz: ist ein Gewebe welches durch seine glänzende, feine und dichte Oberfläche strahlt, diese wird durch das Verfahren des Kalandern (Stoff wird bei hoher Temperatur stark gepresst) gewonnen. Chintzgewebe wird aus Baumwolle, Polyester oder Mischgewebe hergestellt.

Clipscharniere = Scharniere

Cretonne: dieses Gewebe aus Baumwolle oder Leinen ist grober als Kattun und wird als Wäsche- oder Dekorationsstoff verwendet.

Croupon: ist das Kernstück der Viehhaut. Zuerst werden Bauch- und Holzpartien entfernt und dann findet man das Kernstück.

D:

Damast: dieses Flachgewebe wird vorwiegend aus Naturfasergarnen gewonnen welche für Tischwäsche, Deko- und Möbelstoffe verwendet werden. Bei diesem Gewebe entsteht eine Licht- und Schattenreflektion.

Daune: ist der Brustflaum von Gänsen und Enten. Gänse und Entendaunen sind kaum voneinander zu unterscheiden ausser dass die Gänsedaunen im Allgemeinen etwas grösser sind als die der Enten.

Deckel: diese werden prinzipiell von unten nach oben geöffnet und besizten meist eine Federmechanik.

Deckfurmiere: werden auf den Innen- und Aussenflächen von Trägerplatten aufgeleimt (bei Möbeln)

Dekorfolien: wurden rund 1960 in Europa eingeführt und werden zur Vergütung von Oberflächenmaterial aller Art benutzt. Diese gibt es heute in allen Qualitäten und sind kaum noch wegzudenken.

Dessins: Farben und Muster speziell im Textilbereich.

Dickleder: in der Lederbranche wird Leder ab einer Dicke von 1,4 mm als Dickleder bezeichnet.

Dispersionslacke: sind Lacke mit hohem Wasseranteil. Deren Farb- und Bindemittel sind als feine Tropfen im Wasser verteilt.

Drehbeschläge: (Karussell) sind mit einem Drehmechanismus bestückt und dienen meist zur Unterbringung von Töpfen.

Drell / Drellbezug: dieser Bezugsstoff besteht aus einem festen Baumwollengewebe, Wolle oder Chemiefasern.

E:

Echt: bei Holzmöbeln bedeutet dieser Begriff soviel wie die sichtbaren Flächen eines Möbels bestehen aus derselben Holzart.

Echt: bei Leder bedeutet dies die Lederqualität

Eckklotz: dieser Klotz dient zur Stabilisierung eines Stuhlgestells und wird in die Ecken eingesetzt.

Edelholz: ist der umgangssprachliche Begriff für seltene Holzarten (Kirschbaum,...).

Edelstahl: ist die Bezeichnung für legierte oder unlegierte Stähle mit besonderem Reinheitsgrad. Heutzutage sind die meisten Edelstahle auch rostfrei.

Eibe: siehe Holzart

Eiche: siehe Holzart

Einzelstammwirtschaft: bei diesem Verfahren werden nur erkosene Bäume aus allen Bereichen des Waldes gefällt, diese werden abgefahren und nach Grösse und Qualität sortiert. Diese Procedur ist teuer, jedoch wird so Wald und Boden geschützt.

Email: dieser Begriff bedeutet nicht nur elektronische Post per Internet sondern weist auch auf eine Glasmatte welche auf einen Metallgrund gegossen wird, hin (Spülen,...).

EN: ist die Abkürzung für die Europäische Norm. In Deutschland heisst diese DIN und international wird sie als ISO bezeichnet.

Erle: siehe Holzart

F:

Farbstoffe: diese Farbmittel werden unter anderem zum Färben von Textilien eingesetzt jedoch sind längst nicht mehr alle Farbstoffe erlaubt da einige von ihnen krebserzeugend sind wie z.B. Azofarbstoffe.

Farbunterschiede: dies ist bei Leder der Fall da verschiedene naturgegebene Unterschiede in Farbe und Struktur der Haut der Tiere möglich sind. Viele Lederarten ändern ihre Farbe bei Sonneneinwirkung einzige Ausnahme sind pflanzlich gegerbte Leder die mit der Zeit dunkler werden.

FCKW: Fluorchlorkohlenwasserstoffe welche als Lös- Entfettungsmittel und als Freigase zum Aufschäumen von Schaumstoffen eingesetzt werden bzw. wurden. Manche dieser FCKW Stoffe wurden durch ihre Ozonschädigung verboten.

Federholzrahmen: siehe Lattenroste (Auflagefläche für Matratzen).

Federkern: Gesamtheit aller Metallfedern in einer Polsterung / Matratze.

Feste Polsterung: bei Ledermöbeln bedeutet dies dass die Polsterung fest mit dem Korpus verbunden ist.

Feinjährig: man spricht von feinjährigem Holz wenn dieser Baum sehr schmale Jahresringe aufweist.

Fichte: siehe Holzart

Finish: meist bedeutet dies die Endbehandlung einer Oberfläche. Bei Leder kann dies jedoch auch auf die Behandlung der gesamten Oberfläche hinweisen.

FKW: Fluorkohlenwasserstoffe

Flachs: siehe Leinen

Flammhemmende Ausrüstung: durch Anbringen dieser Ausrüstung (Chemikalien) wird die Entflammbarkeit stark gehemmt. Bei diesen Textilien trifft zwar eine örtliche Verkohlung vor jedoch brennt diese nicht.

Flammschutzmittel: soll einen Brand verhindern oder hemmen. Nachteil dieser Schutzmittel ist die Hochgiftigkeit der Schwellgase bei einem doch entstandenen Brand.

Flechtfurniere: für diese Sorte von Furnieren benötigt man ausschliesslich zähe Hölzer die gemessert oder geschält werden und in gewünschten Stärken und Breiten geschnitten werden.

Flechtweide: diese Weide ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Erde. Für hochwertige Möbel kommen nur bestimmte Sorten in Frage die vorher sorgfälltig ausgewählt wurden. Bei jeglichen Möbeln aus Flechtweide können kleine schwarze Punkte oder Vertiefungen sowie Druckstellen, Risse, Farb- und Strukturunterschiede erstehen die als warentypisch gesehen werden müssen.

Fleckschutz: mit diesen Mitteln ermöglicht man bei Polsterstoffen einen Schutz gegen Wasser und Ölflecken. Der Stoff kann trotzdem durch andere Flecken beschmutzen.

Fleischspalt: diese Bedeutung weist auf die innere oder untere Schicht einer Haut oder Felles hin, die beim Abspalten gewonnen wird und sich somit Spaltleder nennt.

Flockenfüllung: sind die Schaumstoffflocken die zur Polsterung der Kissen benutzt werden.

Floralgemustert: diesen Begriff verwertet man bei Blumen- oder Rankmuster.

Frisé: sind Möbelstoffe welche mit unaufgeschnittenen und geschnittenen Schlingen erhältlich sind.

Front: Vorderansicht bei Möbeln

Führungssysteme: der Auszug einer Schublade ist mittels eines Führungssystems, welches aus einfachen Laufleisten (Holz, Kunststoff oder Metall) gebildet ist, möglich und sind mittlerweile mit vollem Zugriff auf dem Inhalt möglich; viele sind mit einem Selbsteinzug ausgestattet.

Füllung: ist bei Möbeln der von einem Rahmen eingefasste mittlere Bereich.

Funktionssofa: wird ugs. auch Schlafsofa genannt. Hier kann ein Zwei- oder Dreisitzer als Sofa als auch als Schlafgelegenheit dienen.

Furnier: diese dünnen Holzblätter werden durch Schälen, Messern oder Sägen eines bestimmten Stammteiles gewonnen.

Futon: dies sind Liegematten bestehend aus natürlichen Materialien und werden auf Lattenroste oder in einem Futon-Bettgestell verwertet.

G:

Gehrung: zwei Element, die an ihren Endungen im gleichen Winkel spiegelverkehrt zueinander schräg geschnitten und miteinander verbunden werden, bezeichnet man als Gehrung.

Gerbstoffe: diese natürliche oder künstliche Chemikalien werden zur Lederherstellung aus tierischen Häutern verwendet.

Gerbung: ist die Umwandlung der verderblichen Häute und Felle durch Gerbstoffe in haltbares Leder.

Gesponnene Faser: synthetische Rohstoffe werden aufgelöst, durch Spinndüsen gepresst, gekräuselt, geschnitten und als Stapelfaser weiterverarbeitet.

Gesponnene Seide: Überreste von Seidenspinner-Kokons werden zuerst gerissen und anschliessend zu einem Faden versponnen.

Gestellbau: Rahmenkonstruktion von Polstermöbeln welche aus ausgewählten Holzarten oder Metall oder beides bestehen kann.

Glasure: sind dünne, glasartige Schichten welche auf Oberflächen verarbeitet werden um diesen Glanz, Glätte und Wasseruneidringlichkeit zu verschaffen.

Gobelin: Jacquard-Ware meist aus Baumwoll- oder Viskosefasern. Wird meistens bei klassischen Sitzmöbeln eingesetzt.

Granit: diese Bezeichnung gilt einem Kristallines fein- bis grobkörnigem Tiefengestein welches eine grosse Widerstandsfähigkeit aufweist. Farbänderungen sind je Lichteinwirkung möglich und naturbedingt.

H:

Haare: in Bezugstoffen und teilweise als Polstermaterial werden meistens tierische Haare verwendet welche die gleichen Eigenschaften wie Schafwolle aufweisen und gegen tierische Schädlinge geschützt sind; z.B. Kamelhaare, Ziegenhaare, Alpaka, Lama,...

Hartholz: haben eine grössere Resistenz als Weichholz. Zu Hartholz zählen: Ahorn, Buche, Eiche, Esche,.... siehe Holzart

Harzgallen: Öffnungen im Holz (Qualitätsfehler), welche meist mit Harz gefüllt werden.

Haspelseide: wird vom Kokon des Maulbeerspinners gewonnen.

Highboard: höhere Anrichte (meistens 90-110 cm)

Hirnholz = Kopfholz: hiermit bezeichnet man die Enden eines Massivholzes.

Holzarten: es gibt viele verschiedene Holzarten welche bei uns oder in anderen Ländern oder Kontinenten Zuhause sind. Sie haben alle ihre Eigenschaften und verschiedene Verwendungszwecke:

  1. Ahorn = Laubholz. Es bestehen drei verschiedene Sorten von Ahorn: Bergahorn, Spitzahorn und Feldahorn.
    Eigenschaften: glänzend, schwer, fein und eine hohe Festigkeit, gut zu färben und beizen
    Farbe: weiss, rötlich-weiss bis rötlich
    Einsetzung: Furnier und Massivholz

  2. Birke = Laubholz.
    Europa, Russland
    Eigenschaften: zäh, biegsam, elastisch, geringe Härte, geringe Tragfähigkeit, einfache Bearbeitung
    Farbe: weisslich bis goldgelb
    Einsetzung: Schälfurniere, Messerschälfurniere


  3. Birnbaum = Laubholz.
    Europa
    Eigenschaften: hart, jedoch biegsam und leichte Verarbeitung
    Einsetzung: Furniere, Drechselarbeiten manchmal als Bugholz


  4. Buche = Laubholz.
    West- und Mitteleuropa
    Eigenschaften: unter Dampfeinwirkung einfach zu biegen
    Farbe: weisslich bis hellrot
    Einsetzung: Biegholzmöbel jeglicher Art wie Tische und Stühle, Gestellbau


  5. Eibe = Nadelholz.
    Europa
    Eigenschaften: schwer, hart, zäh, elastisch, dauerhaft, fein, fest, schöne Struktur, selten
    Farbe: tief braunrot bis bläulich
    Einsetzung: Furnier


  6. Eiche = Laubholz
    Weltweit aus gemässigten und warmen Zonen
    Eigenschaften: hart, hohe Tragekraft, fest, elastisch, haltbar, hohe Biegefestigkeit
    Farbe: gelbbraun
    Einsetzung: Bauwesen, Furniere, Massivholz, Rinde wird als Gerbemittel für tierische Häute verwendet


  7. Erle = Laubholz
    Mitteleuropa
    Eigenschaften: leicht, weich, feste-glatte Struktur, gut zu bearbeiten, geringe Elastizität, geringe Tragfähigkeit, neigt zu Trocknungsrissen
    Farbe: hellroter bis braungelber Kern, weisser bis gelblicher Splint
    Einsetzung: Möbelbau


  8. Esche = Laubholz
    Europa, in Ebenen
    Eigenschaften: schwer, hart, fest, elastisch, biegsam
    Farbe: heller Splint und gelblich weisser bis dunkler Kern
    Einsetzung: Messer- und Schälfurniere, Massivholz für Gestellbau


  9. Fichte = Nadelholz
    Europa
    Eigenschaften: leicht, weich, elastisch
    Farbe: gelblich bis rötlich, weiss bis leicht glänzend
    Einsetzung: Holzindustrie, Rohstoff


  10. Kiefer = Nadelholz
    Mitteleuropa, Nordeuropa und Nordosteuropa
    Eigenschaften: harzreich, leicht
    Farbe: gelblicher Splint, rotbrauner Kern
    Einsetzung: Holz- und Möbelindustrie, furnierte und massive Möbel


  11. Kirschbaum = Laubholz
    Europa
    Eigenschaften: hart, zäh, fest, mittelschwer, feinfaserig, zart, glänzend
    Farbe: rötlich-weisser Splint, rötlich-gelber bis rotbrauner Kern
    Einsetzung: Möbelbau bei furnierten und massiven Möbeln


  12. Lärche = Nadelholz
    Alpenländer, Tatra, südliche Polarregionen
    Eigenschaften: härtestes und dauerhaftestes Holz beim Nadelholz, trag- und druckfähig, zäh, elastisch
    Farbe: gelblich weisser Splint, dunkel, rotbrauner, harzreicher Kern
    Einsetzung: Möbelbau, Vertäfelungen



  13. Nussbaum = Laubholz
    Europa, Kleinasien, Amerika
    Eigenschaften: dicht, feinnervig, dauerhaft
    Farbe: je nach Herkunftsland hat er verschiedene Brauntöne


  14. Rotbuche = Laubholz
    Deutschland, Ungarn, Dänemark, Frankreich, England, Irland, Norwegen, Sizilien
    Eigenschaften: schwerstes Holz Europas, hart, fest, leicht, biegbar
    Farbe: grüngelb, später gelblich-rot oder rötlich-braun
    Einsetzung: Furnier - Massivholz, Polstermöbelgestelle


  15. Teak = Laubholz.
    Java, Indonesien, Siam, Indien, Indo-China
    Eigenschaften: hart, vielseitig, kaum von Insekten angegriffenes Holz
    Farbe: kann teilweise dunkle Flecken und Streifen aufweisen


  16. Ulme= Laubholz.
    West- und Mitteleuropa, Nordamerika
    Eigenschaften: hart, elastisch, zäh, langfaserig, schwer biegbar
    Farbe: gelbweisser Splint, hellbrauner Kern der schnell nachdunkelt
    Einsetzung: furnierte und massive Möbel


Holzschutz: hierzu zählen alle Massnahmen, die zur Erhaltung oder Verlängerung der Funktionstüchtigkeit und Gebrauchsdauer von Holz dienen (Schutz gegen Pilze, Insekten und andere Schädlinge).

Holzschutzmittel: Heute werden diese Mittel nicht mehr verwendet. Wer jedoch noch ein antikes Möbelstück besitzt kann davon ausgehen dass dieses (Innen- und Aussenseite) mit solch einem Mittel dekoriert wurde. Seit Jahren wird jedoch über die möglichen Gesundheitsrisiken dieser Mittel heftig diskutiert.

Holzwerkstoffe: sind Werkstoffe die zum grössten Teil aus dem Rohstoff Holz hergestellt werden wie z.B. Spanplatten, Sperrholz,...

Hydrophobe Ausrüstung: ist die Technologie der Lederherstellung bei der wasserabweisende Mittel eingesetzt werden.

I:

Imprägnierung: Verfahren zum Schutz von Textilien gegen Wasser, Öl,...

Insektenschutz: bei Polsterstoffen die aus Haaren (tierischen Fasern) bestehen werden meistens Insektenschutzmittel eingesetzt.

J:

Jahresringe: an den Jahresringen eines Baumes, welche sich aus Splint und Kern zusammensetzen, kann das Alter dieses Baumes festgestellt werden.

K:

Kalandern: Schlussbehandlung bei der Textilienherstellung. Hierzu werden die Textilien in Vorrichtungen (Kalander) eingelegt, durch Walzen geführt und somit erhalten diese Textilien ihren letzten Feinschliff (Glättung, Glanz, Musterung, Dichte).

Kanapee: Sofa, bei dem Rücken- und Armlehnen gepolstert sind

Karbonisieren: chemischer Vorgang wenn Wolle nicht vollständig mechanisch gereinigt werden kann. Bei diesem Vorgang wird Säure mit Hilfe von Hitze zu dem Resultat führen; die Wolle wird nicht angegriffen.

Kastenmöbel: Schrankmöbel

Kernholz: zentrale und stützende Säule eines Baumes (Herzholz).

Kiefer: siehe Holzart

Kirschbaum: siehe Holzart

Komfortmöbel: siehe Seniormöbel

Konstruktionsfurnier: dünnes Blatt welches nicht dicker als 7 mm sein darf und wird durch Messern, Schälen oder Sägen vom Stamm abgetrennt.

Korpus: tragenden Teile eines Schrankmöbels bestehend aus Seiten, Rückwand, Deckel und Boden.

KS-Platten: Kunststoffbeschichtete dekorative Holzspanplatte

Kulissentisch: Tisch der ausgezogen oder mit einer Einlegeplatten verlängert werden kann.

L:

Lacke: ist ein Beschichtungsstoff der zu einem Film aufgebaut wird und zwischen hochglänzend und stumpfmatt variieren kann.

Lackleder: mit einem glänzenden Film überzogenes Leder

Lärche: siehe Holzart

Lasur: einen durchsichtigen oder durchscheinenden Aufstrich bei Holz der aus lichtdurchlässiger Farbe besteht. Man unterscheidet zwischen Dick- oder Dünnschichtlasur.

Latex: Material für Matratzen und Polsterschäume

Leder: ist ein Naturprodukt welches auch nach der Gerbung weich, atmungsaktiv und feuchtigkeitsdurchlässig ist. Viele Menschen verbinden mit Leder den Begriff kalt und pappig, jedoch trifft dies längst nicht mehr zu. Heutzutage wird Leder ganz anders verarbeitet und nimmt somit die Körperwärme des Menschen viel schneller an (ausser Pigmentierte Leder).

Für eine Polstergarnitur (Dreisitzer), benötigt man etwa 2 bis 4 Rinderhäute. Da die Tiere oft unterschiedlich gelebt haben, können viele unterschiedliche Merkmale vorhanden sein (Narben, Dornenrisse, Brandzeichen,...). Je wilder das Tier lebte umso mehr Merkmale kann das Leder aufweisen.

Bei Leder unterscheidet man zwischen Zahm- (aufgezogen im Stall) und Wildware (Weide), welches jedoch keinen Unterschied bei Wert und Haltbarkeit macht.
Ein Leder wird unempfindlicher desto mehr es behandelt wurde daher ist es bei Leder, anders als bei anderen Materialien, je teurer und somit hochwertiger das Leder, desto empfindlicher ist dieses; dafür ist es als Rohmaterial das Beste und übermittelt ein sehr weiches und anschmiegsames Gefühl, eine Eigenschaft die unempfindliches Leder nicht mehr besitzt.

-Herstellung von Leder: Ledermöbel werden überwiegend von Rindernhäuten hergestellt die aus Schlachthöfen kommen und nicht nur für die Haut geschlachtet werden. Nach der Schlachtung kommen die Häute in die Gerberei wo sie chemisch gereinigt und enthaart werden. In einem neuen Verfahren wird die Rohhaut gespalten aus der das Spaltleder (Unterseite) und das Narbenleder (Oberseite - qualitativ hochwertiges Leder) gewonnen wird.

Nach der Gewinnung des Leders wird dies nun erneut im Fass gegerbt, wodurch die Haut haltbar gemacht wird (dies kann durch mineralische Chromsalze oder durch pflanzliche Stoffe) geschehen. Nach dieser Gerbung wird das Leder gefärbt, getrocknet und gewalkt, was es weich und anschmiegsam macht.

Manche Leder werden noch weiterverarbeitet und erhalten eine angeschliffene Oberfläche (Nubukleder), oder einen Farbauftrag (pigmentierte oder gedeckte Leder).

-Unterschiedliche Lederarten:

  • Aninleder: ist naturbelassenes Leder dessen Narbenbildung vollständig zu erkennen ist. Bei diesem Leder werden keine Farbpigmente angebracht, welches die natürlichen Schwankungen in Struktur und Farbe sehbar machen. Dieses Leder ist weich, warm, edel und anschmiegsam zudem ist es atmungsaktiv und nimmt die Körperwärme sehr schnell an. Es zählt zu den Ledern mit der höchsten Qualität, jedoch hat es auch einige Nachteile: es bleicht aus und ist anfällig für Verschmutzungen.
    Bei dieser Lederart ist es unbedingt von Nöten es regelmässig zu pflegen.


  • Semi-Aninleder: ist leicht pigmentiertes Leder und wurde mit Farbstoffen durchgefärbt. Auf der Oberfläche sind geringe Fabranteile erkennbar welches die Naturmerkmale nur teils sichtbar macht (geschöntes Leder). Hierdurch erhält das Leder ein gleichmässigeres Farbbild, es färbt nicht so schnell aus jedoch ist die Atmungsaktivität etwas eingeschränkt. Dieses Leder fühlt sich angenehm an, ist weniger empfindlich aber immer noch pflegebedürftig.


  • Pigmentiertes Leder: dieses Leder zeigt nach der Oberflächenbehandlung keine natürlichen Narbenmerkmale mehr auf. Die Poren sind, durch die aufgetragene Farbschichten geschlossen und somit pflegeleichter. Dieses Leder ist atmungsinaktiver und erwärmt sich langsamer. Es wirkt kühler und ist weniger anschmiegsam und weich.
    Zur Pflege muss man hier einen geringen Aufwand aufbringen.


  • Nubukleder: Rauleder welches aussen angeschliffen wurde und sehr dem naturbelassenen Leder ähneln. Dieses Leder ist weich, warm, anschmiegsam, nimmt schnell die Körpertemperatur an und bestizt eine hohe Qualität.
    Gleichzeitig verschmutzt dieses Leder schnell und erhält nach Jahren eine Patina (speckiger Aspekt), ebenfalls muss dieses Leder regelmässig (2 bis 3mal pro Jahr) gepflegt werden.


  • Spaltvelours: wird durch Schleifen eine samtige Oberfläche erhalten jedoch eignet dieses Leder, aufgrund seiner schlechten Reissfestigkeit, sich nicht für Gebrauchsoberflächen. Es ist weiches und warmes Leder mit einer geringen Qualität, es ist empfindlich und bleicht sehr schnell aus. Wenn Spaltvelour auf Spannteilen und im Korpusbereich eingesetzt wird muss dieses gekennzeichnet sein.
    Die Pflege dieses Leders ist sehr hoch.


  • Gedecktes Spaltleder: ist die billigste Glattlederart die es auf dem Markt zu finden gibt, dieses Leder ist kaum atmungsaktiv und erwärmt sich sehr langsam, es wirkt kühl und hat eine geringe Qualität. Dieses Leder ist nicht sehr reiss- und abriebfest und besitzt einen geringen Komfort.
    Die Pflege dieses Leders ist sehr einfach und gering.


  • Blankleder: ist ein vollnarbiges Rindleder bei dem die Narbenseite mit Wachsen bedeckt und poliert wird. Dieses Leder wird für Sessel- und Stuhlbespannungen verwendet und besitzt eine gute Lichtbeständigkeit. Blankleder besitzt eine mittlere Atmungsaktivität und ist weniger empfindlich.
    Die Pflege für dieses Leder ist nicht sehr hoch.


  • Sattelleder: ist der neuste Modetrend. Es hat viele ähnliche Eigenschaften wie Anilinleder ist jedoch dicker als die anderen Ledersorten.


Legere Polsterung: Faltenbildungen bei Ledermöbeln sind möglich. Die Polsterung wird nicht angezogen somit können mehr Falten entstehen, Sitzkomfort ist grösser.

Leinen: Flachs. Fasern die aus dem Stängel der Flachspflanze gewonnen werden.

M:

Manau: Rattan

Marmorimitat: Kunstmarmor der aus 85% aus Marmorgranulat und Steinmehl besteht, als Bindemittel wird Polyestermaterial eingesetzt. Marmorimitat ist pflegeleich, umweltfreundlich und vielseitig einsetzbar.

Massivholzmöbel: Möbel können erst dann als Massivholzmöbel verkauft werden wenn deren Teile (ausser Rückenwand, Schubkastenböden und Zargen) aus der angegebenen Holzart hergestellt werden und nicht furniert sind.

MDF-Platten: mittelharte Faserplatte

Mikrofaser: synthetische Fasern

N:

Nachbildung: Kopie, Ergänzung oder Vervielfältigung eines Kunstwerkes oder Gegenstandes. Meistens mit dem Ziel ein kunsthistorisches Objekt zu rekonstruieren.

Nachhaltigkeit: bedeutet dass nicht mehr Holz gefällt werden darf als nachwächst. Diese Philosophie wurde verändert und erweitert auf alle Funktionen des Waldes (Erholung, Kultur).

Natur- und Lebendmerkmale: bei hochwertiger Lederverarbeitung dürfen keine grossflächigen Vernarbungen sowie offene oder nicht geschlossene Stellen auf sichtbaren Teilen verarbeitet sein (Sitz, Rücken, Armlehnen).

Naturstein: Granit, Marmor, Schiefer und Travertin gehören zur Familie der Natursteine

NC-Lacke: traditionelle Lacke, kommen häufig im Schlaf- und Wohnmöbelbereich zum Einsatz

Neckleder: siehe Lederart

Nitrolacke: siehe NC-Lacke

Nubukleder: siehe Lederart

O:

Ottomane: Liegesofa mit asymmetrischer, nicht vollständig umlaufender Arm- bzw. Rückenlehne

P:

Paneel: Brett, welches häufig zur Wandverkleinung dient, z.B. bei Garderoben-Paneelwände

Peddig: siehe Rattan

Pflegeleicht: diese Stoffe bestehen entweder aus einer Fleckenschutzausrüstung oder bestehen aus pflegeleichten Fasern. Bei diesen Stoffen kann die Flüssigkeit nicht gleich eindringen.

Pilling: bei dem Gebrauch eines (Polster)Stoffes ist die Bildung von Knötchen (Pills) an der Oberfläche möglich. Diese entstehen durch verknäulte Fasern und sind mit einem Fuselgerät leicht zu entfernen.

Plexiglas: siehe Acrylglas

Plüsch: Allgemeinbezeichnung für hochflorige Samte

Polgewebe: ist der Oberbegriff für alle dreidimensionale polhaltigen Gewebe. Diese besitzen neben dem herkommlichen Gewebe (Kette und Schluss) einen zusätzlichen Faden, den Polfaden. Dieser kann geschlossen (Frisé oder Bouclé) oder aufgeschnitten (Velours oder Samt) sein. Je nach Polhöhe bezeichnet man Polgewebe als Samt (bis zu 2 mm), als Velours (2-4 mm) oder als Plüsch (über 4 mm).

Politur: Möbelpflegeprodukte

Polyacryl: siehe synthetische Fasern

Polyamid: siehe synthetische Fasern

Polyester: siehe synthetische Fasern

Polyester-Lacke: UP-Lacke, umweltschonende Lacke. Kratz- und abriebfest, wird hauptsächlich für hochwertige glänzende Oberflächen benutzt.

Polyurethan: ist ein synthetischer Grundstoff, der zu Polsterschäumen oder Fasern verarbeitet werden kann. Dieser ist sehr elastisch, beständig gegen Chemikalien, und besitzt eine gute Licht- und Reibechtheit.

Polyurethan-Lacke: sind Lacke die durch eine chemische Reaktion aushärten. Diese bestehen aus zwei Komponenten, den Stammlack und den Härter; beide müssen vorher vermischt werden. Diese sind kratz- und wasserfest und werden meistens für Fussböden, Treppen, Stühle oder Tische benutzt.

Polyurethan-Weichschaumstoff: ist ein Polsterschaum der durch eine chemische Reaktion aufschäumt. Das Wasser dient als Treibmittel.

Prägung: hier werden mit Walzen oder Platten Narbenbilder in die Oberfläche von Leder geprägt.

Q:

Quadroauszug: bei diesem System sind die Schienen von Schubladen und Auszügen auf Kugeln gelagert. Dieses System hält viel Druck aus und hat einen sehr leichten Lauf.

R:

Rattan: Rattan bestizt viele verschiedene Namen; z.B. Manau, Manila, Malakka,...Die bekannteste Verwendung für Rattan sind Korbwaren und geflochtene Möbel. Damit man Rattan biegen und flechten kann wird es befeuchtet (Dampf oder Heissluftpistole).

Rauleder: hierzu zählen alle Lederarten deren Oberflächen entweder auf der Narben- oder Fleischseite angeschlissen oder aufgeraut sind. (Nubuk- oder Velourleder) Rauleder sind empfindlicher als Glattleder und erhalten mit der Zeit und je nach Gebrauch eine ledertypische Patina (Speckeffekt: das Leder wird dunkler).

Recamiere: Sofa mit einseitig hochgeschwungener Arm-Rückenlehne

Recycling: bei Möbeln bedeutet die die Altmöbelverwertung

Reibechtheit: Verfahren bei dem das Abfärbeverhalten durch Reibungseffekt getestet wird.

Reibfestigkeit: Verfahren bei dem die Scheuerbeständigkeit durch Schleifen und Abreiben getestet wird.

Reproduktion: Kopie

Rotbuche: siehe Holzart

S:

Schälfurnier: hier wird zunächst das Holz aufgeweicht und anschliessend wird der Stamm auf der gesamten Länge durch einem Schälmesser von aussen nach innen rundherum abgeschält.

Scharniere: heutzutage werden bei hochwertigen Möbeln überwiegend Ganzmetallscharniere eingesetzt.

Schaumstoffpolster: PUR-Weichschaumstoff

Schleifnappa: angeschliffenes Nappaleder dessen Oberflächenstruktur eine Pigmentbehandlung unterlaufen hat und hierdurch glatt wird.

Schnittholz: Holzstücke die durch Sägen von Rundholz parallel zur Stammachse hergestellt werden.

Seniormöbel: Komfortmöbel. Besteht eigentlich in dem Sinne nicht. Mit diesem Begriff deutet man auf alle Möbel mit höherem Komfort an, sei es durch eine bessere Liegefläche, eine höhere Liegefläche, einen elektronisch steuerbaren Sessel,...

Sideboard: Anrichte ohne Aufsatz

Sitzhöhe: die optimale Sitzhöhe für einen normal grossen Menschen beträgt 43 cm.

Spaltleder: siehe Lederart

Spanplatte: Holzspäne die mit Kunstharzleim unter Druck und Hitze zu einer Spanplatte gepresst werden

Sperrholzplatte: Furnierplatte. Diese Platten bestehen aus kreuzweise übereinander verleimte Furnierschichten. Die Anzahl der Schichten ist immer ungerade. Sperrholzplatten sind Trägerplatten und haben eine hohe Festigkeit, Masshaltigkeit und Formbeständigkeit.

Spiegel: hochwertiges Flachglas welches einseitig mit einer metallischen Silberschicht überzogen wird. Diese wird mit einem Schutzlack bedeckt und somit geschützt.

Stilmöbel: Möbel die so hergestellt werden oder wurden um zu einer bestimmten Zeitepoche zu gehören (Barock,...)

Stoffausrüstung: Stoffe werden mit bestimmten Eigenschaften augerüstet um ihn zu schützen und somit dem Benutzer Vorteile zu verschaffen

Stollentisch: Bezeichnung für Tische mit Beinen

Straffe Polsterung: bei dieser Polster- Bezugsmethode wird darauf geachtet so wenig wie möglich Faltenbildungen zu zulassen.

Synthetische Fasern: sind aus Kohle und Erdöl hergestellte Chemiefasern. Ihre Eigenschaften sind Elastizität und Wasserbeständig. Textilien aus synthetischen Fasern sind pflegeleicht und meistens bügelfrei. Zu den synthetischen Fasern zählen unter anderem Polyamid, Polyester, Polyacryl und Elastan.

Synthetische Stoffe: künstlich hergestellte Stoffe. Sie werden aus chemisch hergestellten Kunstfasern gewebt.

T:

Taschenfederkern: bei diesem Verfahren werden die Spiralfedern einzeln in Baumwolle eingenäht, daher der Name Taschen.

Teak: siehe Holzart

Teleskopbeschläge: diese Metallschienensysteme ermöglichen den meist vollständigen leichten Auszug einer Schublade.

Tischhöhen:
- Die Norm für Küchen- und Esstische: 72 cm - 75 cm
- Die Norm für Beistell- und Couchtische: 30 cm - 60 cm
- Die Norm für Schreibtische: 72 cm - 75 cm

Topfscharniere: diese Scharniere besitzen, wie ihr Name es bereits aussagt, einen topfförmigen Körper der an der Innenseite von Möbeltüren befestigt wird.

Trägerplatten: Spanplatten, Tischlerplatten, Sperrholzplatten sowie MDF-Platten. Sie werden als Trägermaterial zur Beschichtung mit Furnieren oder mit Kunststofffolien sowie zur Lackierung eingesetzt.

Trübglas: Milchglas, Opakglas, Opalglas. Es besteht die Möglichkeit, dass diese auch gefärbt werden (Alabasterglas).

U:

Ulme: siehe Holzart

UP-Lacke: Polyester-Lacke

UV-Lacke: festkörpereiche Lacke die schnell aus härten. Sie besitzen eine hohe Kratzresistenz, sind pflegeleicht und schadstoffarm. Diese Lacke erhalten in der Möbelbranche immer mehr und mehr an Bedeutung.

V:

Veloursleder: siehe Rauleder, siehe Lederart

Verbindungsbeschläge: es gibt verschiedene Verbindungsbeschläge, diese werden zum Verbinden einzelner Elemente genutzt ( Rückwand und Seitenteil eines Möbels).

Verschlüsse: werden bei Türen oder Klappen benutzt, die sich ohne Schlüssel schliessen lassen sollen. Es gibt Magnet- Schnapp- oder Riegelverschlüsse.

Vlies:

Vogelauggenmaser: siehe Ahorn, siehe Holzart

Vollpolstermöbel: als Vollpolstermöbel bezeichnen wir alle Sitzmöbel die vollständig aufgepolstert und mit Stoff bezogen sind und bei denen kein Gestell sichtbar ist.

W:

Walken: bedeutet einen erheblich grösseren Stoff oder Stickgarn als benötigt sehr heiss zu waschen. Bei diesem Vorgang schrumpft das Material, wird so dichter und man benötigt kein Pilling mehr. Dieses Material ist hochwertiger und hat eine bessere Haltbarkeit.

Wangentisch: er weisst an den Enden nicht auf vier Stollen hin sondern besitzt nur einen breiten, sich mittig befindeten Fuss auf.

Wasserbüffelleder: siehe Büffelleder

Weichholz: Kiefer, Tanne, Lärche, Fichte.... Siehe Holzart

Wildleder: siehe Zahmleder

Wildware: Haut von frei lebenden Rindern

Wolle: Haare von Schafen

Z:

Zahmware: Haut von Rindern die in kontrollierter Umgebung aufwachsen. Teurer als Wildware und haben weniger Merkmale und Vernarbungen.

Zarge: Verbindungselement eines Gestells für Stühle oder Polstermöbel

Zierbeschläge: Dekorationselemente für Möbel

Zurichtung: Finish. Der letzte Arbeitsschritt bei der Lederherstellung.



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